Das Karlsgymnasium Bad Reichenhall ist Referenzgymnasium der Technischen Universität München

 

Das Karlsgymnasium Bad Reichenhall freut sich über den Kooperationsvertrag mit einer Spitzenuniversität: Zusammen mit neun weiteren bayerischen Gymnasien ist es nun Referenzgymnasium der Technischen Universität München, die sich im vergangenen Jahr im Rahmen der Exzellenzinitiative als eine der drei besten Universitäten in Deutschland quali fizierte.


Kürzlich konnte der Schulleiter, OStD Dr. Reinhard Bochter, den Vertrag mit dem Präsidenten der TU, Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, bei einer Feier im Senatssaal der TU in München unterzeichnen. Anlässlich der Unterzeichnung erklärt der Schulleiter, die enge Vernetzung mit der führenden Technischen Universität Deutschlands eröffne viele Chancen. Ziel des Kooperationsvertrags sei die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Universität. Einerseits sei die TU München interessiert, die besten Studierenden auszuwählen und die Lehrerbildung eng mit der gymnasialen Praxis zu verzahnen. Andererseits gebe die Vernetzung dem Karls- gymnasium die Chance, seine Schülerinnen und Schüler fachlich auf dem allerneuesten Stand zu unterrichten, sie damit im zunehmenden Wettbewerb optimal zu positionieren und gleichzeitig die Ausbildung der künftigen Gymnasiallehrkräfte mitzugestalten. Nicht zuletzt - so der Schulleiter weiter - eröffne der Kooperationsvertrag die Chance, Schülerinnen und Schüler des Karlsgymnasiums für Natur und Technik und damit für hochqualifizierte Berufe im Bereich Medizin, Technik, Natur- und Wirtschaftswissenschaften zu begeistern. Dies sei für die nachhaltig-zukunftsverträgliche Entwicklung von unserem Land, aber gerade auch von unserem Landkreis von höchster Prio- rität.
Im Einzelnen sieht der Vertrag vor, dass das Karlsgymnasium die TU München in der Lehr- und Lernforschung unterstützt und dabei hilft, neue Formen der praxisnahen Lehrerausbildung zu erproben und umzusetzen. Studierende der TU werden am Karlsgymnasium im Rahmen des TUMpädagogicums als Pflichtveranstaltung im Studiengang „Bachelor/Master Naturwissenschaftliche Bildung" während des Studiums ihre Praktika ableisten und dabei umfassend mit den Erfordernissen eines modernen Schulbetriebs bekannt gemacht.
Andererseits verpflichtet sich die Technische Universität München, das Karlsgymnasium in allen hochschul- und bildungspolitischen Fragen aktuell zu informieren. Dies geschieht insbesondere in Form von Informations-veranstaltungen am Karlsgymnasium selbst. Ferner wird die TU München das Karlsgymnasium gegenüber dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützen, um eine gute Lehrerzuweisung und auch Wahlunterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern zu sichern. Die TU München verpflichtet sich weiter, Hilfe bei der Betreuung und beim Ausbau der schulischen Sammlungen und bei der Betreuung von Facharbeiten bzw. von Seminararbeiten zu leisten, Schülergruppen des Karlsgymnasiums günstige Konditionen beim Besuch von Einrichtungen der TUM, speziell z.B. der TUMlabs und der TUMScienceLabs, einzuräumen und das Karlsgymnasium gezielt bei der Umsetzung des neuen Bildungskanons zu unterstützen, z.B. in den geplanten Seminaren der künftigen Abschlussklassen, bei fachübergreifenden Projekten zwi- schen Natur- und Geisteswissenschaften oder bei Studientagen.


Jetzt gilt es für beide Vertragspartner, das Abkommen mit Leben zu erfüllen. Eine erste Informationsveranstaltung wurde bereits im Oktober des vergangenen Jahres abgehalten. Prof. Dr. Huber und Dr. Zanner von der TU München stellten den Kollegiaten des Karlsgymnasiums die neuen Studiengänge (Bachelor-Master) und die besonderen Angebote der TU München vor. Weitere konkrete Schritte sollen umgehend eingeleitet werden. Schon im März wird eine Studentin der TU mit einem Praktikum am Karlsgymnasium beginnen. Im gleichen Monat kommt Dr. Kratzer vom Institut für Lehrerbildung der TU München nach Bad Reichenhall, um mit den Lehrkräften für Physik, Mathematik und Informatik die neuen Möglichkeiten auszuloten und Projektvereinbarungen zu treffen. Ein Experimentalvortrag für Schülerinnen und Schüler soll eingeschlossen sein. Weiters ist geplant, begabten Schülerinnen und Schülern des Karlgymnasiums an der TU München ein Frühstudium zu ermöglichen. Das Pilotprojekt „Schueler.In.TUM" startet im Laufe dieses Jahres an der Fakultät für Informatik der TUM in Garching. Ähnliche Projekte mit anderen Fakultäten sind in Vorbereitung.

 

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Die Schulleiter der Referenzgymnasien der Technischen Universität München nach Unterzeichnung der Kooperationsverträge zusammen mit dem Präsidenten der TU, Prof. Dr. Herrmann (4. v. l.) und Prof. Dr. Huber (5.v.l.)