Karlsgymnasiasten suchen musikalisch nach dem Paradies

Erfrischendes Frühlingskonzert des Karlsgymnasiums mit Verleihung des Karlspreises

 

Karlsgymnasiasten suchen musikalisch nach dem Paradies
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Karlsgymnasiasten suchen musikalisch nach dem Paradies

 

Von Elisabeth Aumiller

Bad Reichenhall. Eine reich gedeckte musikalische Tafel boten die Schülerinnen und Schüler des Karlsgymnasiums beim traditionellen Frühlingskonzert. Im Zentrum stand die Verleihung des Karlspreises an die im Vorfeld von der Jury ermittelten Preisträger. Als reizendes Schmankerl zum Auftakt spielte Romian Vent, der den ersten Preis im Fach Akkordeon errang, die Melodie des populären Chansons „Sous le ciel de Paris“ des 2016 verstorbenen Hubert Giraud, Glanzstück von Edith Piaf oder Mireille Mathieu neben vielen anderen Interpreten. Es war eine Freude, dem jungen Solisten zuzuhören, der damit die Tür zur guten Stimmung im Saal öffnete.

 

Oberstudiendirektor Dr. Reinhard Bochter richtete sein Grußwort an die Honoratioren, die zahlreichen Besucher und die Schülerschar und gab rasch den Musikdarbietungen freie Bahn. Den ersten Teil bestritten die beiden Chöre im exzellenten Miteinander mit flotten Nummern,die den Menschen in den Mittelpunkt stellten, von Uwe Jacobs flexibel geleitet und unterstützt mit Klavier, Akkordeon oder Gitarre. Der Unterstufenchor erfreute mit einer volkstümlichen italienischen Melodie ebenso wie mit der Beatles-Nummer „Let it be“ und die Jungsänger empfahlen „Mein Herz geht auf, wenn du lachst“ bei „Applaus, Applaus“ . Luisa Haas leitete dann den Großen Chor mit ihrem einladenden Solo „You raise me up to more than I can be“ ein. Mit „Happy ending“ , das alles andere als happy endet, ging es weiter im Chorangebot mit dem forschen Solo von Julian Stainer. Instrumentale Unterstützung erhielten die Chöre auch vom Schlagzeuger Ruben Burkhardt, der Bratscherin Theresa Popp, von Maximilian Spann am Kontrabass und Julia Bode am Flügel.

 

Bei den Musikbeiträgen der ausgewählten Preisträger machte Theresa Popp den Anfang. Von Matthias Roth am Flügel begleitet zeigte sie mit der Jahrmarktszene von Carl Reinecke ansprechend ihre instrumentalen Fertigkeiten auf der Viola. Mit Klezmer-Charakteristik gefiel das Klarinettenquintett, bestehend aus Felicitas Wölfer, Elisabeth Strozynski, Marco Schmitzberger, Rebecca Kern und Katharina Stöberl. Feines spanisches Kolorit entwickelte Jakob Magg auf der Gitarre mit „Asturias“ von Isaac Albeniz und Julia Bode profilierte sich am Klavier mit der technisch herausfordernden „Suggestion Diabolique von Sergei Prokofjew.

Als Vertreter des Fördervereins nahm dann Studiendirektor Rainer Dieckmann die von Theresa Popp und Stefanie Menges organisierte feierliche Preisverleihung des Karlspreises vor.

 

Nach der Pause kam ein besonderes Œvre zur Aufführung. Gunter Janoschka leitete das Große Orchester und die Percussionsgruppe zu seiner eigenen Kreation "Adam und Eva - das Paradies ist da, wo wir sind". Zum Grundgedanken der Schöpfungsgeschichte schuf er freie Texte nach Vorlagen aus Bibel und Literatur, die der Sprecher Hans Martin Zapf in gepflegter Sprache gestaltete. Der Blickpunkt von Adam und Eva richtete sich nach dem Sündenfall auch auf das Heute: „Können wir auch außerhalb des Paradieses glücklich werden?“ Frei nach Voltaire lautete die Antwort: „Ja , das Paradies ist da, wo wir sind.“ Witziges war ebenso eingeflochten wie das Bekenntnis: „Was aus Liebe getan wird, ist jenseits von Gut und Böse. Jeder Mensch braucht Liebe und Verständnis für das Miteinander und vielleicht auch etwas Romantik.“ Romantisches Tönen dann mit der „Humoresque“ von Antonin Dvořák, deren Melodie auch als das Lied „Eine kleine Frühlingsweise“ bekannt ist und einem „Moment musical“von Franz Schubert in einem Arrangement für Klavier und Orchester. Originelle musikalische Eigenkreation steuerte Gunter Janoschka bei, bereits zum Auftakt für „Adam und Eva“ und jetzt zur Überleitung zu den solistischen Gesangsdarbietungen: Julia Meißner brillierte mit dem Song „Skyfall“ von Adele Adkins und Nicholas Tansley mit Elton Johns „Your song“. Beide zeigten sich als beachtliche Gesangstalente. Tansley, der Vielseitige, der auch in der Schauspielriege Profil zeigt, wechselte dann rasch wieder zur Percussionsgruppe, die einen rundum forsch „schlagenden“ Beitrag zur schönen Orchesterpräsenz leistete. Paradiesische Lebensfreude sollten dann zu guter Letzt die feurigen mexikanisch-kubanischen Rhythmen aus „Conga del Fuego Nuevo“ von Arturo Márquez suggerieren. Die temperamentvolle tänzerische Volksmelodik vom Conga-Trommeln rhythmisch einschlägig angefeuert, ließ die Begeisterung der Zuhörer im vollen Saal tüchtig aufkochen.

 

Das alljährliche Frühlingskonzert ist eine hervorragende Tradition, die heuer besonders gelungen und reizvoll ausfiel. Großes Lob für die klasse Leistungen der Schülerinnen und Schüler und allen Beteiligten seien Dank und große Achtung ausgesprochen. Nicht unerwähnt bleiben darf das gute Funktionieren der elektronischen Verstärkung, wofür Dr. Markus Woski Lob gebührt.