Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker

Die Bad Reichenhaller Philharmonie im Gemeinschaftskonzert mit dem Schulorchester

des Karlsgymnasiums

Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:
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Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:
Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:
Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:
Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:
Eine Bühne voller fantastischer Musikerinnen und Musiker:

Wenn perfekte Profimusiker auf hochtalentierten Nachwuchs treffen und gemeinsam „Von der Freude am Musizieren“ spielen, dann verspricht das einen von Leidenschaft und Temperament geprägten Nachmittag. Jedenfalls war das am Sonntag so, als die Bad Reichenhaller Philharmonie das Schulorchester des Karlsgymnasiums zu Gast hatte. Dem absolut begeisterten Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Konzertrotunde boten Philharmoniker und Gymnasiasten ein Feuerwerk, das von mehr als beeindruckenden Solo-Leistungen bis zum überzeugenden und hinreißenden Miteinander beider Orchester reichte.

 

Es war das erste Mal – und hoffentlich nicht letzte - Mal, dass 43 Schülerinnen und Schüler des Karlsgymnasiums gemeinsam mit 27 Musikerinnen und Musikern Bad Reichenhaller Philharmonie auf der Bühne standen. „Das ist schon eine sehr große Ehre für uns“, strahlte Gunter Janoschka, Musiklehrer am Karlsgymnasium, eine knappe Stunde vor Konzertbeginn. Sein Schulorchester besucht die Proben der Philharmoniker zwar einige Mal im Jahr, um einen Eindruck vom „musikalischen Leben“ zu bekommen. Als Gunter Janoschka und Christian Simonis, Dirigent der Philharmoniker, bei einem Treffen im letzten Sommer eine Intensivierung der Zusammenarbeit beschlossen, sei alles ganz schnell gegangen, erinnert sich Janoschka. „Aus diesem kleinen Funken ist dann durch einen Anruf von Christian Simonis nur eine Woche später der ganz konkrete Gedanke für ein gemeinsames Konzert entstanden.“
Dass die vielgefragten Philharmoniker dann trotz ihres schon bis ins Jahr 2017 reichenden Spielplan noch einen so baldigen Termin gefunden hätten, sei „ein Zeichen der Wertschätzung“, so Gunter Janoschka. Für den 36-Jährigen ist mit dem gemeinsamen Konzert ein seit sechs Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen – und für seine Schüler ganz sicher auch. Schon die Probe mit den Philharmonikern am Tag vor dem Konzert habe ihnen „einen Erfahrungsschatz für das ganze Leben“  beschert, sagte Musiklehrer Janoschka. Dass seine Schülerinnen und Schüler mit einem „riesigen Engagement“ bei der Sache sind, stellten sie mit ihren überragenden Leistungen an diesem Nachmittag ein um das andere Mal unter Beweis.
„So hamma‘s gern“, sagte Dirigent Christian Simonis zur Eröffnung des Konzertes. Dieses konnte nämlich erst mit zehnminütiger Verspätung beginnen, weil der Besucheransturm auf die Kasse gar nicht enden wollte. Kurdirektorin Gabriella Squarra verteilte eigenhändig Programme und schließlich begrüßte Simonis das Publikum „zu einem ganz besonderen Konzert.“ Er und Gunter Janoschka waren sich einig, dass der Dank an diesem Tag breit gestreut werden müsse: von den engagierten Gymnasiasten über die sie im zweiten Teil des Nachmittags pro Schüler begleitenden Philharmoniker bis hin zu Schule und Eltern. Christian Simonis versäumte es auch nicht, Gunter Janoschka als „Spiritus Rector der Veranstaltung“ seinen „speziellen Dank“ zu sagen. Es sei sein Verdienst, dass das Gemeinschaftskonzert zustande gekommen wäre.
Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte die Konzertfreunde auf einen wirklich großen Musikgenuss verzichten müssen. Dies bewies schon der erste Teil des Konzerts. Die drei überragenden Solistinnen des Schulorchesters, Julia Bode – Klavier, Eva Kern – Klarinette  und Maria Popp – Violine, bezauberten und beeindruckten das Publikum und auch die mit ihnen spielenden Philharmoniker in ihren drei anspruchsvollen Stücken mit ihren überragenden Leistungen. Profimusiker und Nachwuchsmusikerinnen verschmolzen zu einer Einheit und sorgten für unvergessliche Hörerlebnisse. Kein Wunder, dass die Zuhörer erst Julia Bode, danach Eva Kern und dann Maria Popp mit anhaltendem, donnernden Applaus mehrmals auf die Bühne zurückholten. Nicht minder engagiert ging es im zweiten Veranstaltungsteil zu. Alle 70 Musikerinnen und Musiker, Profi neben Schülerin oder Schüler, entrückte das Publikum unter der Leitung von Gunter Janoschka in Edvard Griegs norwegische Märchenwelt und führte es so fantasievoll wie enthusiastisch mit Leroy Andersons „Typewriter“ zurück in die Zeit der Schreibmaschinen. Diese kennt das Nachwuchsorchester nur noch aus Erzählungen von früher. Dass den engagierten und talentierten jungen Leuten aber die Welt von morgen offensteht, davon war an diesem Nachmittag nicht nur ihr Lehrer und nicht weniger begabte Dirigent Gunter Janoschka überzeugt.

 

Quelle: Ina Berwanger m.a., freie Journalistin