Sur les traces des secrets de Paris

Schülerinnen der Q11 auf den Spuren der Geheimnisse von Paris

 

Schülerinnen der Q11 auf den Spuren der Geheimnisse von Paris

 

Am Donnerstag, den 20.07.2017 trafen wir uns um 5.30 Uhr mit den anderen Teilnehmerinnen des W- und des P-Seminars im Fach Französisch sowie deren Leiterinnen Frau Remy und Frau Grabichler vor dem Karlsgymnasium. Uns stand eine zweistündige Busfahrt zum Münchner Flughafen bevor und von dort ging es um 9.40 Uhr mit dem Flieger weiter nach Paris. Wir landeten im bewölkten Frankreich und fuhren mit der Metro bis zu der Station „Anvers“, von wo aus wir innerhalb von 3 Minuten erschöpft in unserer Unterkunft, dem „Village Hostel“, ankamen. Auf die herzliche Begrüßung und die ersten französischen Sätze folgte die Zimmeraufteilung. Dort richteten wir uns erst einmal ein und packten unsere Koffer aus. Kurze Zeit später unternahmen wir eine Erkundungstour durch das Künstlerviertel Montmartre, besuchten die Sacré-Coeur und verspeisten die ersten Crêpes.  Abends machten wir uns auf den Weg zum Eiffelturm, da dort unsere nächtliche Schifffahrt auf der Seine startete. Vom Boot aus hatten wir einen perfekten Blick auf die hell erleuchtete Notre-Dame, die von lachenden und feiernden Menschen besiedelten Seineufer und natürlich den Eiffelturm, der um Punkt 23 Uhr zu glitzern begann. Wir alle waren verzaubert vom nächtlichen Charme der Stadt und mit dem Bild des erleuchteten Eiffelturms vor Augen endete unser erster Tag.

 

 

Wir starteten in den neuen Tag mit einem leckeren petit-déjeuner und machten vor der Besichtigung der Sainte-Chapelle und der Conciergerie noch einen Abstecher zur „Mur des je t`aime“.  Nach einem erfolgreichen Vormittag war es uns möglich, die Mittagspause ganz nach unseren Vorstellungen zu gestalten, also das Quartier Latin zu erkunden, eine Kleinigkeit zu essen oder eine erste Shoppingtour zu unternehmen. Nachmittags besuchten wir die Notre-Dame, bei der einigen der Eintritt aufgrund des sommerlichen Outfits fast verweigert worden wäre. Behelfsmäßig wurden vom Sicherheitspersonal also Stoffstücke verteilt, damit niemandem der Anblick des atemberaubenden Kirchenschiffs vorenthalten wurde

Der Abend durfte nach Belieben gestaltet werden und man munkelt, dass der eine oder andere ihn ganz der französischen Lebensart entsprechend mit einem Glas Wein hat ausklingen lassen.

Am Samstagvormittag führte uns eine ausgesprochen sympathische und für viele von uns auch inspirierende Ausstellungsbegleiterin durch das Musée d`Orsay, eine ehemalige Bahnhofshalle. Sie  brachte uns viel über Monet, Manet und Van Gogh bei. Sie lehrte uns auch, dass in jedem Bild eine Botschaft steckt, die es zu entschlüsseln gilt, und dass man eine Skulptur umrunden muss, um sie verstehen zu können. Nach einem Spaziergang durch den Jardin des Tuileries, bei dem wir auch die gläserne Pyramide des Louvre passierten, standen uns wieder zwei Stunden zur Verfügung, die die meisten von uns nutzten, um zu Mittag zu essen und das 1. Arrondissement zu erkunden. Den Nachmittag verbrachten wir auf Wunsch von Frau Remy in ihrem Lieblingsviertel dem Quartier Marais. Abends konnten wir uns in der Gemeinschaftsküche des Hostels ein Abendessen zubereiten und dieses bei Sonnenuntergang auf der Dachterrasse genießen, die uns jederzeit zur Verfügung stand und von der aus wir sogar die Spitze der Sacré-Coeur sehen konnten.

Sonntag, unser letzter ganzer Tag, startete mit der Besichtigung des Musée Rodin, welches uns viel über (wer hätte es gedacht) Rodin lehrte. Danach verbrachten wir den Mittag wie schon am Tag zuvor im Quartier Marais, welches es uns allen aufgrund seines orientalischen Flairs sehr angetan hatte. Der Versuch, den Eiffelturm zu besuchen, scheiterte an einer riesigen Warteschlange und so vertrieben wir uns die Zeit bis zum Abendessen mit einem Spaziergang durch den Parc du Champ de Mars und ausgiebigem Fotoshootings vor dem Eiffelturm. An unserem letzten Abend aßen wir alle gemeinsam traditionelles israelisches Essen im „Falafel King“ und nach zwei emotionalen Reden unserer Lehrerinnen floss auch die eine oder andere Träne. Im strömenden Regen machten wir uns erneut auf den Weg zum Eiffelturm und waren diesmal erfolgreich. Wir fuhren bis zur 2. Etage und der Anblick, der sich uns bot, war atemberaubend. Paris lag funkelnd und glitzernd zu unseren Füßen und von einem der Hausboote auf der Seine drang Musik bis zu uns hoch und machte diesen Moment noch etwas kitschiger, als er ohnehin schon war. Als der Eiffelturm um Mitternacht auch noch anfing zu glitzern, wurden einige von uns sehr melancholisch, was aber auch den ein bis zwei Gläschen Wein im Falafel King zuzuschreiben war. Selbst die überfüllte Metro und die durchnässte Kleidung konnten uns nicht die Laune verderben und so kamen wir alle glücklich, aber erschöpft um ca. 1 Uhr im Hostel an. Montag Früh packten wir alle unsere Koffer und lagerten sie im Hostel, um die Stunden bis zum Abflug noch zu nutzen. Wir fuhren also zu den Champs-Elysées, die wir eigentlich am Vortag besichtigen wollten, es aber nicht gekonnt hatten, da sie aufgrund der Tour de France gesperrt waren. Auf dem bekanntesten Boulevard Frankreichs wurden noch die letzten Souvenirs gekauft, bis wir uns dann alle um ca. 14 Uhr zum letzten Mal in unserer Unterkunft trafen, um mit der Metro zum Flughafen zu fahren. In München angekommen fuhren wir mit dem Bus nach Bad Reichenhall zurück, wo wir um ca 23 Uhr eintrafen und schon sehnsüchtig von unseren Familien erwartet wurden. Eine wundervolle Reise endete mit vielen schönen Erinnerungen und dem kollektiven Versprechen, nach Paris zurückzukehren. 

 

Ein Artikel von Melanie Draxl und Emilia Meißner