Gisela Schinzel-Penth diskutiert mit dem W-Seminar Sagen und Legenden des Berchtesgadener Landes über ihr gleichlautendes Buch

Gisela Schinzel-Penth diskutiert mit dem W-Seminar Sagen und Legenden des Berchtesgadener Landes über ihr gleichlautendes Buch

„Du musst dir das jetzt endlich mal hinter die Ohren schreiben!“ Jeder kennt diesen Satz und vor allem Schüler hören ihn unzählige Male in ihrer Schullaufbahn. Doch woher kommt dieser Ausspruch denn eigentlich? Die Teilnehmer des W-Seminars „Sagen und Legenden im Berchtesgadener Land“ unter der Leitung von Marcus Stibi wussten es nicht – bis Gisela Schinzel-Penth kam, die Autorin zahlreicher Bücher rund um die Welt der Sagen und Legenden. Am Donnerstag, den 22. September, besuchte sie die Schüler in ihrem Kurs und nahm sich reichlich Zeit, um ihnen über ihre Arbeit zu berichten, ihr umfangreiches Wissen zu teilen und offene Fragen zu beantworten. So erzählte sie zum Beispiel auch von einigen alten Legenden, die besagen, dass früher viele Familien, sowohl reich, als auch arm, ihre Schätze irgendwo in Feldern oder Wäldern vergraben hatten, um zu verhindern, dass diese im Falle eines Angriffs gestohlen werden konnten und dass eben diese Reichtümer immer noch irgendwo versteckt liegen könnten. Damit hatte sie natürlich sofort die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden, denn wer wünscht sich nicht, der glorreiche Finder eines Schatzes zu werden?

Zudem zeigte die Autorin aber durchaus auch auf, wie viele Schwierigkeiten es mit sich bringt, Informationen zu Sagen und Legenden zu finden. Sie betreibt so genannte „Feldforschung“. Das heißt, sie reist von Region zu Region, befragt alle Leute, die etwas zu den Sagen und Legenden beisteuern könnten und prüft dann nach, ob sich das Erzählte wirklich so abgespielt haben könnte. Dabei scheut sie seit nunmehr 45 Jahren keine Mühen. Und trotz des langen Zeitraums ihrer Forschungen, so sagt sie, liegt immer noch so viel im Dunkeln. Bleiben also immer noch zahlreiche Geheimnisse, die danach verlangen, gelüftet zu werden...