Einmal Redakteur sein

Karlsgymnasiasten beteiligen sich an Projekt der Heimatzeitung

 

Einmal Redakteur sein

 

Bad Reichenhall. Die Aussichten für den Printjournalismus sind vielleicht doch nicht so schlecht, wie es häufig heißt: Diesen Eindruck vermitteln zumindest die interessierten Schüler der Klasse 8c des Reichenhaller Karlsgymnasiums, die derzeit am Projekt „Zeitung macht Schule“ der Heimatzeitung teilnehmen. Vier Wochen lang bekommen die Jugendlichen derzeit jeden Tag das Reichenhaller Tagblatt an die Salzburger Straße geliefert. Gemeinsam mit Deutschlehrer Martin Mergel setzen sie sich in dieser Zeit mit den neuesten Nachrichten aus der Region und aller Welt auseinander, diskutieren, ordnen ein.

Im Zuge des Projekts bekommen die Schüler nicht nur die Zeitung geliefert: Diese Woche war außerdem Tagblatt-Redakteur Johannes Geigenberger zu Gast, um zwei Stunden über den Alltag eines Journalisten zu erzählen. Und siehe da: Trotz aller Studien, wonach das Interesse von Jugendlichen für Zeitungen immer weiter abnimmt, outeten sich viele Schüler als regelmäßige Leser. Entsprechend interessiert zeigten sie sich an den Abläufen in einer Tageszeitungsredaktion.

Auch Mergel erklärte, dass er seine Schüler nicht lange für die Aktion begeistern musste: „Viele schätzen die Vorteile, die eine Zeitung gegenüber dem Internet und dem Fernsehen hat“, weiß er zu berichten. So zum Beispiel Oli Remus aus Aufham: „Mich interessiert einfach, was in der Welt, aber auch in der Region passiert“, erzählt der 13-Jährige. Deshalb nutzte er die Gelegenheit, den Gast vom Tagblatt mit Fragen zu löchern.

Da war er nicht der Einzige: „Wie erfährt die Redaktion von Unfällen?“, wollte zum Beispiel Anna Geigl aus Marzoll wissen. „Da sind wir auf die Meldungen von Polizei und Rotem Kreuz angewiesen“, erklärte der Jungredakteur. Wie das konkret abläuft, konnten die Schüler gleich selbst ausprobieren. In kleinen Gruppen setzten sie sich mit Polizeimeldungen auseinander, wie sie die Redaktion jeden Tag bekommt. Sie suchten die wesentlichen Informationen aus den Texten heraus und formulierten die wichtigsten Aussagen um.

Schüler recherchieren eigenes Thema 

Nachdem sie das mit Bravour gemeistert hatten, ging es daran, sich – ganz wie ein Redakteur – selbst ein Thema auszudenken, über das die Schüler gerne schreiben möchten. Denn auch das gehört zu „Zeitung macht Schule“: Die Schüler sollen in den nächsten Wochen einen Text über ein Thema verfassen, das sie selbst bewegt. Eine der Ideen: Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr Mittelstufe Plus. Denn die 8c ist eine der Pilotklassen, die wieder in neun statt in acht Jahren Abitur machen. Der fertige Text wird dann in der Heimatzeitung erscheinen.

 

Zeitung macht Schule“ ist nicht das einzige Angebot der Heimatzeitung für junge Leser. Beim Projekt „Zeitungspate“ können Firmen, aber auch Privatpersonen Schulen ein Abonnement spenden und so sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche Zugang zur Lokalzeitung haben. Mehr zu den Projekten finden Sie auf www.heimatzeitung.de.