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"Das Menü mit den wenigsten Kilometern"

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Bereits im Juli 2010 meldeten sich 6 Schüler der damaligen 10.ten Klasse, um mit dem Hof wirt ein Menü zu kochen, das aus regionalen Produkten zubereitet wird. Die Herausforderung bestand aber darin, dass die Zutaten so wenige Kilometer wie möglich zurück gelegt haben sollten. Unterstützt durch die AOK, die das Projekt durch die Ernährungsberaterin XXX begleitete, konnten wir unter der 1000 km Marke bleiben. Für ein Standard-3-Gänge-Menü hingegen fahren oder fliegen die Zutaten mehr als 30000 Kilometer in Summe.

 

Jetzt ist auch der Film zu der Aktion fertig - Viel Spaß.

 

 


 

Bericht im Jahresbericht 2010:

 

Am 11.06.2010, um 9 Uhr, trafen sich Miriam Kustermann, Bettina Schneider, Katharina Aschauer, Florian Hinterseer, Alexander Kerschhofer und Ludwig Hermann, 6 Schüler der 10ten Klassen des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall beim Restaurant Hofwirt gegenüber unserer Schule. Unter Begleitung unseres Chemielehrers, Herrn Dr. Woski, nahmen wir dort an der Aktion „ Gesund und regional kochen" der AOK teil. Wir Schüler machten uns schon im Voraus Gedanken über mögliche Gerichte und ihre Zutaten. So wurde in der Früh auf dem Weg zum Markt schon diskutiert, was wir denn nun letztendlich kochen würden. Dort erhielten wir viele Tipps aus erster Hand, z. B. wie man erkennt, dass Spargel frisch ist. Wir entschieden uns schließlich zu einem Menü bestehend aus einem Wellness Aperitiv, einem lauwarmen BIO Spitzkrautsalat, einer Spargelsuppe, einem Thumseesaibling vom Grill und einem Erdbeercrêpe flambé. Dabei wurden noch beim Einkauf mehrmals Zutaten umgestellt und durch andere ersetzt, als wir sahen, dass uns süditalienische Himbeeren die Kilometerbilanz versauen würden.

Küche1 (1)Nach einer langwierigen Suche der Kilometerzahl unserer Zutaten und einiger eigener Wetteinschätzungen kamen wir mit unserem 5-Gängemenü auf eine Transportkilometerzahl von 980km. Unsere eigenen Schätzungen lagen alle darüber. Im Vergleich hierzu wählten wir als Referenz ein Standard 3-Gängemenü aus der Speisekarte des Hofwirtes aus. Hierbei kamen wir auf eine ungefähre Kilometerzahl von 30000km.

Einen so großen Unterschied hätten wir selbst nicht erwartet und man kann sich schon denken, was für einen enormen Verbrauch an Kerosin und anderen Kraftstoffen dieser Transport benötigt hätte. Eine echte Ökobilanz ist allerdings hier nicht angestrebt -- die wäre hier ungleich komplizierter. Es ging lediglich um den Einzugsbereich der Lebensmittel. So waren wir alle der Meinung, dass die immer stärker werdende Bevorzugung von Lebensmitteln von anderen Kontinenten schon durch kurze Überlegungen verringert werden kann. Ein Großteil dieser Produkte wird nämlich meist am Ort nebenan ebenfalls angebaut. So ein Blick auf das Etikett kann uns schon ein verständnisloses Stirnrunzeln bescheren!

SpeisekarteNach einem anstrengenden Tag durften wir dann zusammen mit der Lebensmittelberaterin der AOK, die uns auch schon bei unserem Einkauf begleitet hat, unser hart erarbeitetes Menü selbst verspeisen. So fand dieser informative und abwechslungsreiche Schultag einen schönen Ausklang.
Für alle, die jetzt hungrig geworden sind: Das Menü gibt es ab sofort auf der Karte vom „Hofwirt".

Ludwig Hermann & Co